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Über Panoramen gäbe es eine Menge zu schreiben. Schwierig ist es aber, in wenigen Worten zu definieren, was ein Panorama ist. Die Aussage, dass Panoramen Bilder seien, deren horizontaler Bildwinkel (bzw. das von diesem Winkel erfasste Feld) größer sei als das Sehfeld des Menschen, greift zu kurz. Dazu reicht auch schon ein leichtes Weitwinkelobjektiv.

Auch wenn man ein Panorama definiert als ein Bild, welches sich aus zwei oder mehreren Bildern zusammensetzt, dann ist diese Definition nicht ausreichend. Es gibt spezielle Kameras, die ein Panorama auch auf ein einziges Bild bannen. Andererseits gibt es Bilder, die aus mehreren Aufnahmen zusammengesetzt werden und doch keine Panoramen sind. Die HDR-Technik verwendet immer Belichtungsreihen – auch für normal-formatige Bilder.

Trotzdem werde ich – nur für meine Bilder geltend – alles als Panorama ansehen, was sich aus mehreren Bildern zusammensetzt – und zwar aus Bildern, die sich nicht vollflächig überlagern, womit bereits die "normalen" HDR-Bilder ausgenommen sind. Nochmals: diese Definition ist weder erschöpfend noch allgemeingültig. Es gibt genügend Literatur über Panoramen und Panoramafotografie. An dieser Stelle braucht daher nicht weiter darauf eingegangen werden.

Ansonsten unterscheiden wir Teilpanoramen und 360°-Panoramen danach, welcher Bildwinkel mit dem Panorama abgedeckt wird.

Derzeit gibt es hier ausschließlich 360°-Panoramen zu sehen. Die sphärischen Panoramen bieten nicht nur diese Rundumsicht in der Horizontalen; sie decken auch vertikal einen Winkel von etwa 160° ab. Damit ist, mit Ausnahme eines kleinen Bereichs oben und unten, alles was die Kamera rings umgibt, auf dem Bild zu sehen. Nachdem wir es aber nicht gewohnt sind, auch das, was hinter uns liegt, zugleich mit der normalen Sicht nach vorne zu sehen, wirken die Bilder ungewohnt. Und weil wir das, was uns wie ein Zylinder umgibt, als ebene Fläche vor uns sehen, erscheinen gerade verlaufende Linien gekrümmt. Auch das mag gewöhnungsbedürftig sein, sicher aber wert, sich damit auseinanderzusetzen.

Die interaktiven Panoramen kommen dem gewohnten Seheindruck eher entgegen. Sie sind deshalb interaktiv, weil man sich in den Bildern scheinbar bewegen kann. Mit einer Mausbewegung nach links bei gedrückter linker Taste imitiert man eine Kopfbewegung nach links – und umgekehrt. Ebenso kann man nach oben und nach unten blicken.Für die verschiedenen Bewegungen kann man sich auch der Tasten am unteren Bildrand bedienen. Damit lässt sich auch in das Bild hinein- und aus diesem herauszoomen.