"Herbst in Wien" ist ein besonderes Projekt, welches in kein Schema passt. Es stammt aus der Frühzeit der digitalen Fotografie. Ich habe damals gerade realisiert, dass ich fast beliebig viele Aufnahmen machen kann, ohne ein Vermögen für Filme auszugeben. Dieser Sachverhalt hat mich nun in die Lage versetzt, etwas zu realisieren, wovon ich schon Jahre zuvor geträumt hatte: den "Herbst in Wien", eine musikalische Impression von Karl Ellinger, zu visualisieren.

Herbst in WienHerausgekommen ist dabei etwas mehr als eine Diaschau und etwas weniger als ein Film. Deshalb habe ich das Produkt kryptisch als "Visualisierung" bezeichnet. Das ist nun schon viele Jahre her und aus der zeitlichen Distanz erscheint mir vieles daran vor allem technisch unzulänglich, aber dennoch ist diese Visualisierung nicht ohne Reiz. Der ist aber vor allem der Musik geschuldet, die den "Schnitter Tod", ein Lied aus dem Dreißigjährigen Krieg, variiert. Ellingers Kommentar zu dem Stück verweist auf zwei Orte in Wien, zu welchen es einen "Einsamen" verschlägt, zur Kirche "Maria am Gestade" und zum Donnerbrunnen. Dazwischen liegt eine geschäftige Phase mit letzten Einkäufen vor Ladenschluss. All das ist mir schon beim Hören der Musik in der Vorstellung so bildhaft erschienen, dass es offensichtlich nur der digitalen Fotografie bedurft hat, um den "Herbst in Wien" zu visualisieren – mit dem Eifer aber auch der Unerfahrenheit eines, der zwar mit Einzelbildern recht gut zurechtkommt, der aber von der Affinität, die aufeinanderfolgende Bilder zueinander entwickeln, wenig weiß.

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